Das SVIK schafft die notwendigen finanziellen Voraussetzungen für die Modernisierung des Landes, die Erreichung der Klimaneutralität bis 2045 sowie die Stärkung des Wirtschaftswachstums.
Die Qualität der öffentlichen Infrastruktur ist ein zentraler Standortfaktor und damit wesentlich für die Wettbewerbsfähigkeit und die Wachstumsaussichten der deutschen Volkswirtschaft. Zusätzliche öffentliche Investitionen in Erhalt, Modernisierung und Ausbau wesentlicher Infrastrukturen erhöhen mittel- und langfristig die Attraktivität des Standortes für Fachkräfte und private Investitionen sowie die Produktivität. Eine intakte Infrastruktur und ein modernisiertes Land stärken dabei nicht nur die Wirtschaft, sondern auch das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Handlungsfähigkeit des Staates.
Die unterschiedlichen Investitionsbereiche des Sondervermögens ordnen sich in diese Zielsetzung ein. Die Investitionen des Bundes fließen in die Verkehrsinfrastruktur, die Krankenhausinfrastruktur, die Energieinfrastruktur, die Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur, Forschung und Entwicklung, Digitalisierung, Bauen und Wohnen sowie Sportinfrastruktur. Auch die Investitionen der Länder in Infrastrukturbereiche, die der Erfüllung von Landesaufgaben oder kommunalen Aufgaben dienen, orientieren sich an diesen Investitionsbereichen. Die Länder sehen z. B. signifikante Investitionsmittel für den Zivil- und Bevölkerungsschutz vor.
Neben der Modernisierung der Infrastruktur ist die Klimaneutralität bis 2045 zentrales Ziel des SVIK. Auch Klimaschutz ist längst ein Standortfaktor und deutlicher denn je mit wirtschaftlicher Modernisierung, geopolitischer Resilienz und gesellschaftlicher Stabilität verbunden. Für die Bundesregierung ist der Klima- und Transformationsfonds (KTF) weiterhin das zentrale Instrument für die öffentliche Finanzierung von Maßnahmen zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2045. Mit der jährlichen Zuführung von 10 Mrd. Euro aus dem SVIK wird der Fonds über zehn Jahre finanziell gestärkt. Darüber hinaus tragen zahlreiche Maßnahmen aus der Bundes- und Ländersäule des SVIK zur Erreichung der Klimaziele bei.
Die erwarteten gesamtwirtschaftlichen Effekte des SVIK können anhand makroökonomischer Modelle quantifiziert werden. Hierfür wurde für den ersten Monitoringbericht das QUEST-III Model der Europäischen Kommission genutzt. Die Modellsimulationen zeigen in der kurzen Frist (bis Ende 2027) einen positiven Effekt für das Niveau des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes durch die Ausgaben aus dem SVIK von rund ½ % gegenüber einem Szenario ohne diese Ausgaben. Die Größenordnung der geschätzten Effekte liegt im Einklang mit Schätzungen anderer Institutionen wie u.a. der Europäischen Kommission, der Wirtschaftsforschungsinstitute der Gemeinschaftsdiagnose oder dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.