Bundeshaushalt

Dashboard Bundessäule

Die wichtigsten Daten des Fortschritts- und Wirkungsmonitorings 2025 der Bundessäule des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität sowie aktuelle Daten zum Mittelabfluss, zur Mittelbindung und zu Meilensteinen der Bundessäule im Überblick. Das Dashboard wird quartalsweise aktualisiert.

  • Das Monitoring der Bundessäule des SVIK durch das Bundesministerium der Finanzen beruht auf einer erstmalig umfassend angewandten Methodik eines ressortübergreifenden, titelbezogenen Fortschritts- und Wirkungsmonitorings. Jährlich werden mit einem umfassenden Ziel- und Indikatorsystem entlang der Wirkungskette Input, Output, Outcome und Impact zentral Daten erhoben, um die Umsetzung der Investitionen und die damit verbundenen Fortschritte und Wirkungen zu erfassen und dadurch die finanzpolitischen Prioritäten regelmäßig zu überprüfen. Damit wird sichergestellt, dass das Monitoring nicht nur Informationen bündelt, sondern Fortschritte und Wirkungen anhand nachvollziehbarer Ziele und Indikatoren einordnet.

    Das Monitoring schafft damit erstmals eine Grundlage für eine systematische Steuerung öffentlicher Investitionen in Deutschland. Es soll fortlaufend weiterentwickelt werden.

    Die erste Auswertung der Daten erfolgte zum Stichtag 31. Dezember 2025. Die ausführlichen Ergebnisse wurden in einem Bericht an den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages [PDF, 3 MB] übermittelt. Die wichtigsten Daten des Monitorings für 2025 sowie aktuelle Daten, beispielsweise zum Mittelabfluss, sind in einem Dashboard auf dieser Seite aufbereitet und stehen zum Download zur Verfügung. Das Dashboard wird sukzessive erweitert.

    Viele Investitionen befanden sich zum Betrachtungszeitpunkt 31. Dezember 2025 noch in der Planungsphase oder am Beginn der Umsetzung. Entsprechend liegt der Schwerpunkt der vorliegenden Daten auf Input-Indikatoren, wie abgeflossenen und gebundenen Mitteln, und ersten Outputs. Die Meilensteine geben einen Eindruck von den konkreten nächsten Schritten.

    Insgesamt zeigt das Monitoring, dass die Ziele – relativ zu den Erwartungen in dieser frühen Phase – bereits teilweise erreicht wurden. Für das laufende Jahr können anhand der festgelegten Meilensteine weitere Fortschritte erwartet werden.

  • Hintergründe zu den Dashboard-Daten Bundessäule und ihrer Erfassung

    • Über die gesamte Laufzeit stehen in der Bundessäule 300 Mrd. Euro zur Verfügung. Bei den dargestellten Mittelabflüssen handelt es sich um das sogenannte Haushalts-Ist, d. h. die von den zuständigen Stellen gebuchten Zahlungen. Die Mittel werden von den zuständigen Bundesressorts in eigener Verantwortung bewirtschaftet. Die Buchungen werden in einem automatisierten Verfahren für das Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen des Bundes (HKR-Verfahren) durchgeführt. Die tatsächliche Investition erfolgt teilweise zeitverzögert. Die jährlichen Soll-Zahlen, also das Haushalts-Soll und die Zweckbestimmungen in den Investitionsbereichen werden im jährlichen Wirtschaftsplan vom Gesetzgeber festgelegt. Bei den Mittelabflüssen für 2025 handelt es sich um den finalen Jahresabschluss. Bei den dargestellten Zahlen für 2026 handelt es sich um vorläufige Zahlen. Diese werden zukünftig quartalsweise aktualisiert. Unterjährige Umbuchungen können nicht ausgeschlossen werden. Der finale Jahresabschluss für das Jahr 2026 wird im Jahr 2027 veröffentlicht.
    • Bei der dargestellten Mittelbindung handelt es sich um im jeweiligen Jahr in Anspruch genommene Verpflichtungsermächtigungen für zukünftige Jahre. Die Höhe der Verpflichtungsermächtigungen ergibt sich aus dem jährlichen Wirtschaftsplan.
    • Die Investitionsbereiche der Bundessäule des SVIK sind im Gesetz zur Errichtung eines Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIKG) festgelegt. Der Wirtschaftsplan des SVIK, der jährlich vom Gesetzgeber beschlossen wird, ist entsprechend in diese Investitionsbereiche untergliedert. 
    • Für die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen bzw. die Bewirtschaftung der einzelnen Titel der SVIK Bundessäule sind vom Gesetzgeber im Wirtschaftsplan festgelegte Ministerien der Bundesregierung verantwortlich. Die Festlegung von Zielen und Indikatoren der in ihrer Zuständigkeit liegenden Titel ist ebenfalls in der Verantwortung des jeweiligen Ressorts.

      Die fachlich zuständigen Ressorts:
      Staatsministerin für Sport und Ehrenamt beim Bundeskanzleramt (BKAmt)
      Bundesministerium der Finanzen (BMF)
      Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE)
      Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)
      Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)
      Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ)
      Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
      Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS)
      Bundesministerium für Verkehr (BMV)
      Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) ab 2027
      Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
      Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH)
      Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB)
    • Als Haushaltstitel (oder kurz: Titel) bezeichnet man in der öffentlichen Finanzwirtschaft die unterste Gliederungsebene eines Haushalts- bzw. Wirtschaftsplans. Jeder Haushaltstitel entspricht einem spezifischen Zweck und beziffert den veranschlagten Betrag für geplante Einnahmen oder Ausgaben in einem bestimmten Zeitraum. Jeder Titel ist im Wirtschaftsplan einer Titelgruppe zugeordnet, diese entsprechen wiederum den Investitionsbereichen des SVIK (SVIKG § 4 Abs. 1). Manche Haushaltstitel des SVIK wurden erst im Wirtschaftsplan 2026 eingebracht bzw. werden noch für 2027 geplant.
    • Das Monitoring nutzt methodisch einen sogenannten phasenbasierten Ansatz. Hierzu wird jedem Haushaltstitel eine von drei Phasen im Lebenszyklus einer Investition zugeordnet. Eine Investitionsmaßnahme beginnt in der Planungsphase, durchläuft die Umsetzungsphase und endet in der Nutzungs- bzw. Betriebsphase. Jeder Titel wird daher zum Zeitpunkt der Betrachtung am 31. Dezember 2025 fachlich begründet einer Phase zugeordnet.

      In einer frühen Phase des Investitionszyklus (Planung oder Umsetzung) liegt der Schwerpunkt des Monitorings auf den Fortschrittsebenen Input und Output, da zu diesem Zeitpunkt überwiegend Fortschritte zu erwarten sind, die aber noch nicht unmittelbar Wirkungen entfalten. Die mit den Investitionsmitteln einhergehenden Wirkungen treten oft erst mit zeitlichem Verzug auf. Auch im Dashboard richtet sich die Darstellung der Fortschritts- und Wirkungsebenen daher nach der jeweiligen Phase, in der sich die Maßnahmen des Titels befinden. Mit zunehmendem Fortschritt der Investitionsmaßnahme erhöht sich der Detailgrad im Dashboard. In einer späteren Phase des Investitionszyklus (Nutzung) werden dann die Wirkungsebenen Outcome und, wo vorhanden, Impact stärker gewichtet.

    • Grundsätzlich werden für alle Haushaltstitel des SVIK für jede der vier Fortschritts- bzw. Wirkungsebenen konkrete Ziele und Indikatoren festgelegt. Auf jeder Fortschritts- bzw. Wirkungsebene werden einzelne aussagekräftige Ziele betrachtet. Soweit die Zielerreichung nicht direkt beobachtbar oder messbar ist, sind zu den Zielen messbare Indikatoren festzulegen. Unter einem Indikator versteht man ein empirisch erfassbares Merkmal, das ein definiertes, nicht direkt beobachtbares Ziel überprüfbar macht. Damit das Monitoring belastbar und aussagekräftig ist, gelten klare und einheitliche Anforderungen an die Formulierung von Zielen und Indikatoren. Die für jeden Titel auf jeder Ebene definierten Ziele müssen in einem möglichst engen Zusammenhang mit den übergeordneten Zielen des SVIK stehen und fachlich begründet sein. Für die Auswahl geeigneter Ziele und Indikatoren sind grundsätzlich die je Titel zuständigen Ressorts verantwortlich. Über die Daten im Dashboard hinaus finden sich im Monitoringbericht an den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages viele weitere Details zu den einzelnen Fortschritts- und Wirkungsebenen der jeweiligen Titel.  

      Input

      Auf der Input-Ebene werden im Rahmen des Monitorings die eingesetzten Ressourcen nachgehalten. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die im Dashboard abgebildeten Mittelabflüsse sowie die Mittelbindung. Titelgenaue Details zur Input-Ebene finden sich im Monitoringbericht. Darin sind die Ziele für die Input-Ebene grundsätzlich jährlich festzulegen.

      Output

      Die Output-Ebene beschreibt die unmittelbar erbrachten Leistungen der Verwaltung oder der Zuwendungsempfänger, etwa geschaffene Kapazitäten oder realisierte Infrastruktur. Die Output-Ziele sollen mittel- bis langfristig, d. h. überjährig, ausgerichtet sein und werden von den Ressorts festgelegt.

      Outcome

      Die Outcome-Ebene nimmt die aus der finanzwirksamen Maßnahme resultierenden Veränderungen bei Zielgruppen oder -systemen in den Blick. Die Outcome-Ziele werden mittel- bis langfristig, d. h. überjährig, von den Ressorts festgelegt. Im Dashboard werden die Ziele und Indikatoren mit konkreten Ist-Werten erst ab der Umsetzungsphase erfasst.

      Impact

      Auf der Impact-Ebene soll die Wirkung einer Investition auf ein übergeordnetes, häufig gesamtwirtschaftliches oder -gesellschaftliches Ziel gemessen werden. Die Identifikation direkter kausaler Beziehungen zwischen finanzwirksamer Maßnahme und Ziel ist methodisch anspruchsvoll und mitunter mit erheblichem Aufwand verbunden. Sofern quantitative Ziele oder Indikatoren auf der Impact-Ebene nicht mit vertretbarem Aufwand belastbar hergeleitet werden können, werden Wirkungen und Fortschritte qualitativ dargestellt. Auszüge finden sich im Dashboard unter „Weiterführende Informationen“. Dieser Ansatz trägt den praktischen Anforderungen des Monitorings ebenso Rechnung wie der Heterogenität der aus dem SVIK finanzierten Investitionen.

    • Um die Vielzahl der Informationen übersichtlich darzustellen, werden die Ergebnisse des Monitorings titelbezogen verdichtet. Dazu wird zunächst je Fortschritts- und Wirkungsebene die Zielerreichung ermittelt und unter Berücksichtigung der Phase im Investitionszyklus unterschiedlich stark gewichtet auf eine Fortschritt- und Wirkungskennzahl für den Haushaltstitel bezogen. Hierzu wird eine der nachfolgend dargestellten Gewichtungsmatrizen genutzt.

      Die Fortschritts- und Wirkungskennzahl führt die titelbezogenen Informationen zu Zielerreichung, Umsetzungsphase und Wirkungsebene in einer kompakten Orientierungsgröße zusammen. Sie zeigt dabei die eingetretenen Fortschritte und Wirkungen relativ zu den erwarteten Fortschritten und Wirkungen je Titel an. Davon abgeleitet lässt sich eine qualitative Übersetzung angeben – diese bezieht sich immer nur auf den Stichtag des Monitorings 31. Dezember 2025. Die Fortschritts- und Wirkungskennzahl ist stets im Zusammenhang mit der jeweiligen Phase, den zugrunde liegenden Zielen und Indikatoren im jeweiligen Zeithorizont sowie der verfügbaren Datenlage zu interpretieren.

      Aufbauend auf den Ziel- und Wirkungskennzahlen der einzelnen Titel, lassen sich auch für die Investitionsbereiche und das gesamte SVIK aggregierte Fortschritts- und Wirkungskennzahlen ableiten.

      Die methodische Herleitung der Fortschritts- und Wirkungskennzahl ist im Monitoringbericht näher erläutert.

      Gewichtungsmatrix bei vorhandenen quantitativen Zielen auf der Impact-Ebene

      Fortschritts- und Wirkungsebene

      Phase 1:
      Planung

      Phase 2:
      Umsetzung

      Phase 3:
      Nutzung/Betrieb

      Input

      90%30%0%

      Output

      10%65%20%

      Outcome

      0%5%40%

      Impact

      0%0%40%

      Gewichtungsmatrix bei fehlenden quantitativen Zielen auf der Impact-Ebene

      Fortschritts- und Wirkungsebene

      Phase 1:
      Planung

      Phase 2:
      Umsetzung

      Phase 3:
      Nutzung/Betrieb

      Input

      90%30%0%

      Output

      10%65%20%

      Outcome

      0%5%80%

      Qualitative Übersetzung der Fortschritts- und Wirkungskennzahl

       

      Fortschritts- und Wirkungskennzahl

      Untergrenze

      Obergrenze

      Zielerreichung noch nicht messbar

      --

      Keine Zielerreichung

      0,0%0,0%

      Zielerreichung noch ausbaufähig

      0,1%29,9%

      Teilweise Zielerreichung

      30,0%59,9%

      Überwiegende Zielerreichung

      60,0%89,9%

      Vollständige Zielerreichung

      90,0 %99,9%

      Ziele übertroffen

      100,0% 

       

    • Die ziel- und indikatorbasierte Herleitung der Fortschritts- und Wirkungskennzahl und die damit einhergehende kontinuierliche Messung der Fortschritte und Wirkungen der Investitionsmittel des SVIK erfolgt jeweils für das vorangegangene Jahr zum Berichtsstichtag. Um das Monitoring um eine vorwärtsgerichtete Komponente zu erweitern, sollen kurzfristige aktivitätsorientierte Fortschritte erfasst werden. Dazu legt grundsätzlich jedes Ressort für das laufende Jahr Meilensteine fest, deren Erreichung bzw. Nicht-Erreichung überprüft wird. Sie beziehen sich vorzugsweise auf prozedurale Umsetzungsschritte wie Abschluss einer Verwaltungsvereinbarung, Ausschreibung von Projektaufträgen, Veröffentlichung/Inkrafttreten der Förderrichtlinie, etc. Die Erfüllung der Meilensteine dient als Erweiterung des zuvor skizzierten Fortschritts- und Wirkungsmonitorings, fließt aber nicht in die Herleitung der Fortschritts- und Wirkungskennzahl ein. Sie bilden damit eine Art Frühwarnsystem: Sollten sich Fortschritte nicht wie erwartet einstellen, sind schnell Rückschlüsse möglich, auf welche Umsetzungsprozesse dies zurückgeführt werden kann.



Weitere Informationen

Dashboard Ländersäule

Stand der gebundenen Mittel für geplante Maßnahmen zum 1. Januar 2026 und aktuelle Mittelabflüsse

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Infos zum Klima- und Transformationsfonds

Mit insgesamt 100 Mrd. Euro aus dem SVIK wird der KTF gestärkt.

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Monitoringbericht SVIK über das Jahr 2025 [PDF, 3MB]

Bericht des BMF zum Monitoring des SVIK für den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages

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Mehr zum Sondervermögen

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität gibt es auf www.bundesfinanzministerium.de.

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